Für die Hater

Peinliche Katastrophen und große Niederlagen
Gladbachs dunkelste Stunden: Die Phase 2004-2010 mit konzeptloser Vereinsführung, zwei Abstiege als Tabellenletzter, die 1:5-Demontage bei Osnabrück unter Heynckes, und die katastrophale Saison 1998/99 mit nur einem Sieg nach dem Auftakt.

Peinliche Katastrophen und große Niederlagen

Managementfehler 2004–2010

Die Phase von 2004 bis 2010: Die Zeit von 2004 bis 2010 ist eine Phase peinlicher Managementfehler der Clubführung. Der Verein lässt jedwedes Konzept bei der Auswahl des Kaders, des sportlich verantwortlichen Managers und des Trainers vermissen und wird zum neuen KaDeWe (Kaufhaus des Westens). Es droht in der Saison 2010/11 der dritte Abstieg. Bis Trainer Lucien Favre im Frühjahr 2011 zur Borussia kommt, den Verein mit einem sensationellen Endspurt in die Relegation gegen den VfL Bochum führt und die Erstklassigkeit rettet. In der folgenden Saison gelingt die Qualifikation für die Ausscheidungsspiele zur Teilnahme an der Champions-League.

0:11 gegen die Glasgow Rangers (1960)

0:11 gegen die Glasgow Rangers: Im Europapokal der Pokalsieger gibt es für die Gladbacher im Jahr 1960 in ihrem ersten internationalen Pflichtspiel überhaupt eine herbe Klatsche. Das Team verliert zu Hause gegen die Glasgow Rangers mit 3:0, in Glasgow setzt es dann eine 8:0- Niederlage.

Versagt in Madrid: UEFA Cup 1985/86

Versagt in Madrid: In der Saison 1985/86 treffen Borussia Mönchengladbach und Real Madrid im Achtelfinale des UEFA Cup aufeinander. Die Borussen machen im Hinspiel kurzen Prozess und gewinnen mit 5:1. Dennoch scheiden sie aus. Im Rückspiel trifft Santillana in der 89. Minute für Real Madrid zum 4:0, wegen der Auswärtstorregel scheiden sie aus, es ist einer der hasenfüßigsten Auftritte von Borussia im Europapokal und wohl das Ende der Hoffnungen von Trainer Jupp Heynckes, mit dem Team jemals einen Titel holen zu können.

DFB-Pokalfinale 1992 gegen Hannover 96

DFB-Pokalfinale 1992: Nach einem gewonnenen Elfmeterkrimi im Halbfinale gegen Bayer Leverkusen trifft BMG im DFB-Pokalendspiel im Jahr 1992 auf den damaligen Zweitligisten Hannover 96. Man verliert nach einem 0:0 nach Verlängerung im Elfmeterschießen. Eine Mega-Blamage zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.

Abstieg: Die Saison 1998/99

Die Saison 1998/99: Zweimal steigt Gladbach aus der Bundesliga ab, jeweils als Letzter der Tabelle. In der Saison 1998/99 siegt die Borussia am ersten Spieltag mit 3:0 gegen den FC Schalke 04 und steht für 13 Jahre letztmals für eine Woche an der Tabellenspitze. In der Folge verliert das Team sechs Begegnungen und holt zwei Remis. Am neunten Spieltag ist BMG bereits Letzter, am zehnten und elften Spieltag folgen mit einem 2:8 gegen Bayer 04 Leverkusen (das Spiel am 30. Oktober 1998 geht als Spiel mit den meisten Gegentoren am Bökelberg in die Borussen-Geschichte ein) und einem 1:7 beim VfL Wolfsburg zwei hohe Niederlagen in Folge, die Trainer Friedel Rausch den Job kosten. Die Mannschaft bleibt bis zum Saisonende auf Tabellenplatz 18. 21 Spiele gehen in der Saison verloren. Leistungsträger wie Torwart Robert Enke, Verteidiger Patrik Andersson sowie die Mittelfeldspieler Karlheinz Pflipsen und Sebastian Deisler verlassen den Verein.

Rainer Bonhof und Hennes Weisweiler 1970 Borussia Mönchengladbach
Rainer Bonhof (l.) — erfolglos als Trainer, Abstieg und drei Auftaktniederlagen in der 2. Bundesliga. Foto: Imago Images

Heynckes kann es nicht richten (2006/07)

Auch Heynckes kann es nicht richten: In der Spielzeit 2006/07 scheidet die Borussia im DFB-Pokal beim Regionalligisten VfL Osnabrück bereits in der zweiten Runde aus. In der Liga setzt sich die Misere fort. Nach einer enttäuschenden Hinrunde findet sich die Mannschaft mit nur 15 Punkten auf einem Abstiegsplatz wieder. Trainer Jupp Heynckes, mit hohen Erwartungen zum Saisonbeginn ein zweites Mal verpflichtet, tritt am 31. Januar 2007 wegen des sportlichen Misserfolges und wegen erhaltener Morddrohungen zurück. Nachfolger wird der bisherige Co-Trainer Jos Luhukay. Dieser schafft ganze zwei Siege und vier Unentschieden aus den letzten 15 Spielen.

Peinliche Niederlagen

Peinliche Niederlagen: Gladbach hat in seiner Geschichte einige Ergebnisse produziert, die man am liebsten vergessen würde. Zwei Mal verliert die Borussia mit 0:7 — auswärts am 18. September 2010 in Stuttgart und zu Hause am 30. April 1966 gegen Bremen. Das 0:11 gegen die Glasgow Rangers im ersten internationalen Pflichtspiel 1960 steht noch eine Klasse darüber.

Der Pokal-Fluch: Kein Titel seit 1995

Der Pokal-Fluch: Seit 1995 hat Gladbach keinen Titel mehr gewonnen — und der DFB-Pokal ist zum Sinnbild dieser Titellosigkeit geworden. Der Verein vergeigt es regelmäßig in den entscheidenden Momenten: Im Halbfinale 2023/24 scheitert die Borussia an Eintracht Frankfurt, obwohl ein Endspiel greifbar war. Noch bitterer ist das Aus beim Drittligisten 1. FC Saarbrücken — auswärts, ohne jede Gegenwehr. Gladbach und der Pokal, das ist seit drei Jahrzehnten eine Geschichte des Scheiterns. Die einzige Ausnahme: das 5:0 gegen Bayern 2021 in der zweiten Runde — aber auch danach war im Achtelfinale Schluss.

Das Rose-Beben: BVB-Wechsel 2021

Das Rose-Beben: Im Februar 2021 verkündet Trainer Marco Rose mitten im Champions-League-Höhenflug seinen Wechsel zum BVB zur nächsten Saison. Die Mannschaft, die gerade in einer Gruppe mit Real Madrid und Inter Mailand das Achtelfinale erreicht hat, bricht auseinander. Die Rückrunde 2020/21 wird zum Desaster. Rose gewinnt zwar noch das CL-Ticket, aber der Geist ist raus aus der Flasche — und der Trainer gleich mit.

0:6 gegen Freiburg (5. Dezember 2021)

0:6 gegen Freiburg: Am 5. Dezember 2021, Spieltag 14 unter Adi Hütter, kassiert die Borussia alle sechs Gegentore in der ersten Halbzeit. Eggestein (4.), Schade (7.), Lienhart (12.), Höfler (17.), Höler (24.), N. Schlotterbeck (37.). Nach 37 Minuten steht es 0:6 — danach passiert nichts mehr, weil es nichts mehr gibt, das passieren könnte. Die Gladbacher verlassen den Rasen zur Halbzeit unter einem Pfeifkonzert der eigenen Fans. Es ist das Sinnbild der Hütter-Ära und der Fallhöhe nach dem Rose-Abgang.

Die Eberl-Saga: Rücktritt und Leipzig

Die Eberl-Saga: Am tritt Max Eberl auf einer Pressekonferenz unter Tränen zurück. „Ich will einfach nur Max Eberl sein." Die Fußball-Welt zeigt Mitgefühl, die Borussia-Fans stehen hinter ihrem Macher. Dann taucht Eberl Monate später bei RB Leipzig auf — und die Stimmung kippt. Für weite Teile der Kurve ist der Wechsel zum Feindbild der deutschen Fußballkultur ein unverzeihlicher Vertrauensbruch. Eberl hinterlässt einen Kader mit auslaufenden Verträgen und überhöhten Gehältern — die Zeitbombe, die in den folgenden Jahren detoniert.

Die Ablösefrei-Katastrophe: Thuram und Bensebaini 2023

Die Ablösefrei-Katastrophe: Im Sommer 2023 verlassen Marcus Thuram (Marktwert-Peak ca. 40 Millionen Euro) und Ramy Bensebaini (ca. 25 Millionen Euro) den Verein für null Euro Ablöse. Thuram geht zu Inter Mailand und wird dort sofort Serie-A-Meister. Bensebaini wechselt zum BVB. Yann Sommer geht zu Bayern München. Drei Leistungsträger in einem Transferfenster, zwei davon ohne einen Cent Erlös. Die einstige Stärke des Vereins — Spieler teuer verkaufen, um den Kader zu verjüngen — hat sich in ihr Gegenteil verkehrt.

Das Trainer-Karussell 2021–2025

Das Trainer-Karussell: Vier Cheftrainer in fünf Jahren. Hütter (eine Saison, kam für 7,5 Millionen Ablöse), Farke (eine Saison), Seoane (gut zwei Jahre, Punkteschnitt 1,13 — der schlechteste seit Michael Frontzeck). Dazu die Abfindungen für die entlassenen Trainer. Das Geld, das auf der Trainerbank verbrannt wird, fehlt im Kader.

Saison 2025/26: Abstiegskampf im Jubiläumsjahr

Saison 2025/26 — Bodenberührung: Am 3. Spieltag kassiert Gladbach ein 0:4 gegen Bremen — Seoane wird entlassen, die früheste Trainerentlassung der Vereinsgeschichte. Zwei Wochen später, Spieltag 5, verliert die Borussia zu Hause 4:6 gegen Eintracht Frankfurt, zwischenzeitlich liegt das Team 0:5 zur Halbzeit zurück. Drei Tage danach tritt Roland Virkus als Sport-Geschäftsführer zurück. Der Verein steht auf Platz 18. Es ist das 125. Jubiläumsjahr. Abstiegskampf statt Geburtstagsfeier.

Historische Niederlagen

Für die Hater – Peinliche Katastrophen und große Niederlagen Die Phase von 2004 bis 2010: Die Zeit von 2004 bis 2010 ist eine Phase peinlicher Managementfehler der Clubführung. Die höchsten Niederlagen: Die höchsten Niederlagen gibt es für BMG zweimal mit 0:7. 2010 in Stuttgart) als auch zuhause (30. 1966 gegen Bremen) gibt es dieses Resultat. Bundesliga – Rainer Bonhof (l.). Hier als Spieler am 15.07.1970 mit Hennes Weisweiler (r.).

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