Weise Worte — Soccer Memes und weise Worte
Hans Meyer dominiert die Gladbacher Zitate-Sammlung — vom Festkrall-Versprechen bis zum Beckenbauer-Angebot nach dem 2008/09-Klassenerhalt. Dazu Weisweilers Abseits-Erklärung mit Netzer-Pointe, Polsters Wechsel-Bekenntnis und Ewald Lienens Erinnerung an die Vogts-Konopka-Derbys.
Legendaere Zitate
Hans Meyer und das Versprechen vom Festkrallen
Hans Meyer kündigte nach einem Spitzenplatz an, die Borussia werde sich oben festkrallen — andere sollten versuchen, sie wieder herunterzuholen.
„Wir stehen jetzt ganz oben und werden uns dort auch festkrallen. Sollen die anderen doch mal versuchen, diese Weltklasse-Mannschaft von dort wieder wegzuholen.“ (Hans Meyer)
Weisweilers Abseits-Erklärung und das „lange Arschloch“
Hennes Weisweiler erklärte die Abseitsregel mit einem Satz, den niemand vergaß — gemeint war ausgerechnet sein Spielmacher Günter Netzer.
„Abseits ist, wenn das lange Arschloch den Ball zu spät abspielt“ (Hennes Weisweiler erklärt die Abseitsregel. „Dat lange Arschloch“ ist natürlich… Günter Netzer)
Toni Polster über seinen Wechsel an den Niederrhein
Toni Polster fasste seine Entscheidung für Mönchengladbach in einem typisch österreichischen Paradox zusammen.
„Ich habe es mir sehr genau überlegt und dann spontan zugesagt“ (Toni Polster über seinen Wechsel zu Borussia Mönchengladbach)
Memes und Sprueche
Hans Meyer kontert den DSF-Reporter vor dem Aufstieg
Vor der Bundesliga-Rückkehr 2001 dankte Hans Meyer einem DSF-Reporter mit einer Prognose über dessen Einschaltquoten.
„Danke für die Glückwünsche beim Unternehmen Aufstieg. Sie werden sich noch schwarz ärgern, wenn wir es wirklich schaffen, dann guckt nämlich keine Sau mehr Ihre Sendung“ (Hans Meyer vor der Gladbacher Bundesliga-Rückkehr 2001 zu einem DSF-Reporter)
Hans Meyers Bewerbung bei Franz Beckenbauer
Nach dem Klassenerhalt 2008/09 bot sich Hans Meyer den Bayern als Kurzzeit-Trainer an — eine Spitze gegen die Heynckes-Verpflichtung.
„Wenn Ihr wieder mal einen Trainer für 5 Spiele braucht, dann ruf mich bitte an“ (Hans Meyer nach dem letzten Spieltag 2008/09 zu Bayern-Legende Franz Beckenbauer. Die Münchner hatten den Ex-Gladbacher Jupp Heynckes für 5 Spiele als Interimstrainer verpflichtet…)
Rainer Bonhof zitiert Bernhard Langer zur Nervenschwäche
Gladbach-Trainer Rainer Bonhof griff zu einem Golf-Zitat, um die mentale Verfassung seiner Mannschaft zu beschreiben.
„Bernhard Langer hat mal gesagt, Leistungssport spielt sich zwischen den Ohren ab“ (Gladbach-Trainer Rainer Bonhof zur Nervenschwäche seines Teams)
Olaf Thons Meister-Prophezeiung vor dem Abstieg
Nach Schalkes 0:3 in Gladbach am 1. Spieltag 1988/89 sagte Olaf Thon den Meistertitel voraus — am Ende stieg die Borussia erstmals ab.
„Wenn Ihr so weiterspielt, werdet Ihr am Ende Meister“ (Schalkes Olaf Thon nach einem 0:3 in Gladbach am 1. Spieltag der Saison 1988/99. Sie wurden es nicht: Die Borussia stieg erstmals aus der Bundesliga ab…)
Hans Meyer und die Trainerzahl von Jörg Stiel
Ein Lob von Torwart Jörg Stiel relativierte sich, als Hans Meyer nachzählte, wie viele Trainer der Schweizer überhaupt erlebt hatte.
„Torwart Jörg Stiel hat gesagt, ich wäre sein bester Trainer gewesen. Später habe ich erfahren, dass er nur 2 hatte“ (Hans Meyer)
Ewald Lienen, Konopka und der Rächer Berti Vogts
Ewald Lienen erinnerte sich an die Köln-Derbys mit einer Anekdote über Hannes Konopka und seinen Beschützer Berti Vogts.
„Wenn mich der Konopka zu sehr geärgert hat, ist der Berti über die Mittellinie gekommen und hat mich gerächt. Das war zwar gegen meine pazifistische Grundeinstellung, aber tief drinnen habe ich eine leichte Genugtuung gespürt“ (Ewald Lienen über die früheren Derbys zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln)
Friedel Rauschs umstrittener Schneider-Spruch 1998/99
Friedel Rausch begründete einen Aufstellungswechsel 1998/99 mit einer Pointe, die heute kaum noch vorstellbar wäre.
„Wenn ich den Martin Schneider weiterhin aufstelle, denken die Leute noch, ich sei schwul“ (Friedel Rausch, 1998/99).
Der Fußball-Philosoph Hans Meyer und sein Menschenbild
Hans Meyer traut Fußballern in seinen Sprüchen einiges zu — und macht das in einem Meme-tauglichen Satz deutlich.
Gladbach-Meme: Der Fußball-Philosoph Hans Meyer traut Fußballern einiges zu.