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Wissen für Blowhards, Braggadocios und Connaisseurs
Yann Sommers Schokoladen-Lkw
Sommers Schokoladen-Lkw: Im Sommer 2022 löst Yann Sommer ein kurioses Versprechen ein. Nachdem Bayern-Verteidiger Matthijs de Ligt eine Ball-Rettungstat auf der Torlinie vollbringt, die einem Sommer-Gegentor zuvorkommt, schickt der Schweizer Torhüter tatsächlich einen Lastwagen voller Schweizer Schokolade nach München. Ein Gentleman-Move, der viral geht und Sommer auch abseits der Torlinie Sympathiepunkte einbringt.
„A German Team": Gladbachs viraler Twitter-Account
„A German Team": Gladbachs englischsprachiger Twitter-Account wird zum viralen Phänomen. Unter dem selbstironischen Slogan „A German Team" feiert der Kanal internationale Hits. Höhepunkt: Ein schottischer Pub, der den Namen „Mönchengladbach" beim besten Willen nicht auf sein Ankündigungsboard bekommt. Der Verein gewinnt damit weltweit Sympathien, die die Mannschaft auf dem Rasen zu diesem Zeitpunkt nicht mehr liefern kann.
Heimrecht in Budapest: CL-Achtelfinale ohne Fans
Heimrecht in Budapest: Im Champions-League-Achtelfinale 2021 gegen Manchester City muss das Hinspiel wegen Corona-Reisebeschränkungen nach Budapest verlegt werden. Gladbach hat offiziell „Heimrecht" — in der Puskás Aréna, einem ungarischen Stadion, vor null Zuschauern. Absurder geht Champions League nicht.
Woher kommt der Name „Borussia"?
Borussia: Borussia ist der lateinische Begriff für Preußen, zu dem das niederrheinische Mönchengladbach (damals: München Gladbach oder m.Gladbach) bei Gründung des Vereins gehört.
Der erste Meistertitel 1969
Am 31.10.1969 fängt es an: Borussia wird am 31. Oktober 1969 zum ersten Mal Tabellenführer der Bundesliga. Am Reformationstag besiegen „die Fohlen“ Alemannia Aachen zu Hause mit 5:1 und übernehmen am 11. Spieltag der Saison 1969/70 die Tabellenspitze von Meister FC Bayern München, der zuhause Hertha BSC 1:2 unterliegt. Die Tore für Gladbach schießen Köppel, Laumen, LeFevre, Netzer und Wimmer.
Das Bökelbergstadion
Die Kultstätte: Die Gladbacher Kultstätte, das Bökelbergstadion, wird nach dem 2. Weltkrieg von den britischen „Besatzern“ wieder zum Fußballstadion umfunktioniert. Zuvor dient es kurzzeitig als Panzerwerkstatt und wird im Zweiten Weltkrieg großflächig zerstört. 1914 erwirbt Borussia Mönchengladbach das Gelände an der Bökelstraße. Zu dieser Zeit heißt der Platz noch „dä Kull“, da das Gelände vorher eine Kiesgrube war. Von Dezember 2005 an wird das Stadion abgerissen. Die Sprengung der Haupttribüne am 7. März 2006 scheitert dabei zunächst. Der Sprengmeister versucht, die beiden Füße der achteckigen Flutlichtmasten so zu sprengen, dass diese vier Meter absacken und das Dach mit sich ziehen sollen. Erst nachdem die Halteseile manuell durchtrennt werden, gibt die Tribüne nach. Inzwischen ist auf dem Gelände des Stadions eine Wohnsiedlung. Die Terrassen der Nordkurve, der Südkurve und der Haupttribüne sind erhalten, die Stadionstruktur ist zu erkennen. Eine Gedenkstätte erinnert seit dem 2. Dezember 2019 an den Bökelberg.
Ein „Bankräuber“ namens Helmut Grashoff: Im Juli 1962 verpflichtet Borussia Fritz Langner als neuen Trainer, der im Jahr 1959 mit Westfalia Herne die westdeutsche Meisterschaft errungen hat. Die neue Führung verkauft zunächst zum Leidwesen des neuen Trainers den Nationalspieler Albert Brülls für eine Rekordsumme von 250.000 DM an den FC Modena und saniert den Verein damit finanziell. Helmut Grashoff, der die Summe in italienischer Lira in bar in einem Koffer übernimmt, sagt später, er habe nach der Geldübergabe Angst gehabt, „für einen Bankräuber gehalten zu werden“. Den Erlös aus dem Transfer setzt Langner durch die Verpflichtung von Spielern wie Heinz Lowin, Heinz Crawatzo und Siegfried Burkhardt geschickt ein und baut das Team um. Im gleichen Jahr gewinnt die A-Jugend mit den späteren Profispielern Jupp Heynckes und Herbert Laumen die westdeutsche Meisterschaft. You ain’t seen nothing yet…
Der höchste Bundesligasieg: 12:0 gegen Dortmund
Der höchste Bundesligasieg: Der höchste Bundesligasieg gelingt den Gladbachern mit 12:0 am 34. Spieltag der Saison 1977/78. Es ist ein nutzloser Sieg. Denn Meister werden ob des immer noch besseren Torverhältnisses die von Hennes Weisweiler betreuten Kölner. Es ist einer von vier (!) zweistelligen Siegen der Borussen, die zuvor Schalke 04 (11:0 am 7.1. 1967) und Borussia Neunkirchen (10:0 am 4. 11. 1967) deklassieren. Am 11. 10. 1984 gegen Eintracht Braunschweig (10:0) sorgen sie auch für den bis Dezember 2019 letzten zweistelligen Sieg der Bundesliga.

Noch einen Rekord hält die Paarung Gladbach vs. Dortmund: In der Aufstiegssaison 1965/66 gibt es fünf Elfmeter in einem Spiel. Dortmund gewinnt mit 5:4 am Bökelberg, auch weil Gladbachs Egon Milder am 11. September 1965 den dritten Gladbacher Elfmeter und den letzten der Partie in der 78. Minute an die Latte schießt. Er besiegelt die erste Bundesliganiederlage der Borussia.
Weltmeister 1954: Gladbach hat vor der Bundesliga bereits kurzzeitig einen Weltmeister in seinen Reihen. Weltmeister-Torwart Toni Turek lässt seine Karriere in den Jahren 1956 und 1957 in Gladbach ausklingen und spielt noch viermal für den Klub.
Negativserie gegen Bayer Leverkusen: Gegen den Nachbarn von der rechten Rhein-Seite, Bayer Leverkusen, hat BMG eine ganz besondere Negativserie. Man bleibt von 1989 bis 2004 in 22 Bundesligaspielen sieglos, darunter sind 16 Unentschieden. Damit hält Borussia den Angstgegnerrekord der Bundesliga, denn eine derartige Negativserie gibt es - Stand Dezember 2019 - bei keiner anderen Paarung.
Am häufigsten zweistellig: Borussia Mönchengladbach ist der Verein der Bundesliga, der – Stand Dezember 2019 - am häufigsten zweistellig gewonnen hat. Sechsmal gewinnen Teams ein Pflichtspiel in der Bundesliga und schießen dabei zehn oder mehr Tore. Viermal schafft das die Borussia vom Niederrhein.




Historische Rekorde und Raritäten
You ain’t seen nothing yet… Der höchste Bundesligasieg: Der höchste Bundesligasieg gelingt den Gladbachern mit 12:0 am 34.
nordrhein-westfälischen Landesregierung offiziell von München-Gladbach in Mönchengladbach umbenannt. In die Medien hält der neue Name aber schon vorher Einzug22. Besser ohne Jünter: Erst als Günter Netzer den Verein 1973 in Richtung Real Madrid verlässt, setzt die erfolgreichste Phase der Gladbacher in den späten 70-er Jahren ein. Mit den Trainern Weisweiler und Udo Lattek gewinnen die Fohlen drei Mal hintereinander die deutsche Meisterschaft und zweimal den UEFA Cup. Tor des Jahres: Borussia Mönchengladbach erlebt im Jahr 1971 nicht nur den ersten Pfostenbruch der Bundesliga und den ersten Spielabbruch mit einer deutschen Mannschaft im Europapokal.
Nein, sie ist auch bei der von der ARD-Sportschau eingeführten Wahl zum Tor des Jahres vorne dran: der Däne Ulrik Le Fevre erzielt am 23. Oktober 1971 mit einem Volleyschuss nach vorheriger Jongliereinlage gegen Schalke zunächst das Tor des Monats und geht anschließend als erster Torschütze des Jahres in die Geschichte ein. Le Fevre: „Es war sicher das schönste Tor meiner Karriere, es war einzigartig“. Tor-Jubiläum: Beim Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 schießt Marco Reus das 2500. Bundesligator des Vereins im 1445. Andere Jubiläumstorschützen von BMG sind Jupp Heynckes (500), Carsten Nielsen (1000), Uwe Rahn (1500) und Martin Dahlin (2000).
Marc-André ter Stegen vorerst der Letzte. Gladbach-Stars, die nach Spanien wechseln. In den 70-er Jahren zieht es Günter Netzer, Uli Stielike und Henning Jensen zu Real Madrid. Rainer Bonhof versucht sein Glück beim FC Valencia, Allan, Simonsen geht zum FC Barcelona. Nach Italien will keiner von den Stars der goldenen Gladbach-Ära.
Während er als Aktiver nie für den FC Bayern aufläuft, kommt er als Trainer für beide Teams auf weit über 200 Bundesliga-Partien (291 für Mönchengladbach, 247 für Bayern). Bei den Münchnern holt er in seinen vier Amtszeiten vier Meisterschaften (1989, 1990, 2013 & 2018) und gewinnt 2012/13 als bislang einziger Bundesliga-Trainer das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League. Berti, der Prophet: 1979 gewinnt Borussia Mönchengladbach im Düsseldorfer Rheinstadion den UEFA-Cup.
Mannschaftskapitän Berti Vogts mahnt im Siegestaumel seine Mitspieler: „Seht Euch diesen Pokal genau an, er wird über Jahre hinaus der letzte sein, den wir nach Mönchengladbach holen können.“ Der „Terrier“, der im Sommer 1979 seine große Spielerkarriere beendet, wird Recht behalten. Bis Borussia Mönchengladbach wieder einen Pokal stemmen darf, wird es bis 1995 dauern – DFB-Pokalsieger gegen Wolfsburg in Berlin. Aber: Einen Europapokal gewinnen die „Mönche“ nie wieder – Stand Dezember 2019. Zwei Ewigrekorde: Borussia Mönchengladbach hält zwei Ewig-Rekorde im deutschen Fußball. 1960 ist die Mannschaft vom Niederrhein erster bundesdeutscher Teilnehmer im Europapokal der Pokalsieger.
In Runde 1 gibt es gegen den schottischen Renommierklub Glasgow Rangers direkt das Aus – mit 0:11 in der Addition! Zudem sind die Gladbacher 1971 das erste Team, das in der Fußball-Bundesliga seinen Titel verteidigen kann. BMG verliert mit 0:3 gegen Bayern München. FC Köln und die Spiele gegen Bayern München. Gladbach gegen den FC Bayern 1965 steigen Borussia Mönchengladbach und der FC Bayern München gemeinsam in die Bundesliga auf. Erst 1999 trennen sich nach dem ersten Abstieg der Borussia wieder die Wege. 16 von 37: 16 der 37 Bundesliga-Duelle am Bökelberg gewinn die Borussia, was einer Quote von 43 Prozent entspricht.
13 Partien enden Remis und nur acht Mal können die Münchner am Bökelberg gewinnen. Auch nach dem Umzug in den Borussia-Park gilt: Nirgends haben die Bayern eine schwächere Bilanz (Stand: Dezember 2019)! Am 7. Dezember 2019 (2:1) kassieren sie bereits ihre 21. Niederlage in Mönchengladbach. Die meisten Bayern-Gegentore: Die Bayern kassieren in ihrer Bundesliga-Geschichte gegen keinen anderen Verein so viele Gegentore wie gegen die Borussia (130 bis Ende der Hinrunde 2019/20). 84 davon fallen in Mönchengladbach. Nirgendwo sonst müssen die Münchner Torhüter so oft hinter sich greifen.
Auch die Tordifferenz der Duelle am Niederrhein ist für den FC Bayern bis zum Ende des Jahres 2019 so schlecht wie bei keinem anderen Club (-12). Die schnellsten fünf Treffer: Am 18. Mai 2013 kommt es zwischen BMG und dem FC Bayern zur spektakulärsten Anfangsphase der Bundesliga-Geschichte. Nach 18 Minuten steht es 3:2 für Mönchengladbach. In keiner anderen Begegnung fallen so schnell fünf Treffer. Es ist bis Dezember 2019 die einzige Bundesliga-Partie, in der die Münchner in den ersten zehn Minuten drei Gegentreffer hinnehmen müssen. Was daran gelegen haben mag, dass sie schon Meister sind. Am Ende gewinnt der Rekordmeister trotzdem mit 4:3. Sieg gegen verkaterte Bayern: Am 18.
Mai 1974 muss der FC Bayern München am letzten Spieltag in Mönchengladbach antreten. So what? Die Münchner haben allerdings am Tag zuvor (!) durch ein 4:0 im Wiederholungsspiel gegen Atletico Madrid erstmals den Europapokal der Landesmeister gewonnen und laufen „mit Fahne“ am Bökelberg auf. Die Borussia feiert gegen den fast wehrlosen Gegner (Trainer Udo Lattek: „Das war eine Alkoholverdunstungsstunde“) ein 5:0-Schützenfest – der höchste Gladbacher Sieg in diesem Duell. Jupp Heynckes erzielt zwei Tore und holt Gerd Müller noch ein, so dass beide die Torjägerkanone bekommen.
Nur gegen Gladbach nicht: Robert Lewandowski ist in der Bundesliga mit Borussia Dortmund und dem FC Bayern München gegen diverse Clubs angetreten. Nur gegen Borussia Mönchengladbach hat er keine positive Bilanz. Gegen die Fohlen kann der Torjäger sechs Siege feiern, geht aber bis Ende 2019 acht Mal als Verlierer vom Feld. Zwei Partien ende Remis. Mit den Münchnern tritt er in der Bundesliga zehn Mal gegen Mönchengladbach an (vier Siege, ein Remis, fünf Niederlagen) – und vier Tore sind eine für ihn eher bescheidene Bilanz. Nur BMG und der FCB: Von 1969 bis 1977 werden nur die Bayern (1969, 1972, 1973, 1974) und Mönchengladbach (1970, 1971, 1975, 1976, 1977) Deutscher Meister.
1,55 Punkte pro Spiel: So viele Auswärtsniederlagen wie in Mönchengladbach kassieren die Bayern bei keinem anderen Verein (21). Zudem hat kein anderer aktueller Bundesligist zu Hause so einen guten Punkteschnitt gegen die Münchner. Umgerechnet auf die Drei-Punkte-Regel holt die Fohlenelf 1,55 Zähler pro Partie – Stand Dezember 2019. Ü30 beim FCB: Am 25. Spieltag der Saison 2016/17 stehen für den FC Bayern gegen die Fohlen mit Manuel Neuer, Philipp Lahm, Franck Ribery, Arjen Robben und Xabi Alonso gleich fünf Ü30-Spieler beim Anpfiff auf dem Feld und sorgen für den bis heute höchsten Altersschnitt in diesem Duell.
Heimpremieren: Beim ersten Bundesliga-Spiel des FC Bayern in der Allianz Arena ist Borussia Mönchengladbach zu Gast. Die Münchner gewinnen durch Treffer von Owen Hargreaves und Roy Makaay (2) mit 3:0. Zum Start der Saison 2001/02 empfängt Borussia Mönchengladbach zum ersten Spiel nach dem Aufstieg den FC Bayern München und gewinnt gegen den amtierenden Meister und Champions-League-Sieger durch ein Tor von Arie van Lent mit 1:0. Gleich 19: 19 Spieler haben in der Bundesliga-Historie sowohl für die Fohlen als auch die Münchner gespielt – Stand Dezember 2019.
Auf die meisten Partien für beide Klubs bringt es Lothar Matthäus, der in der Bundesliga 302 Mal für den FC Bayern und 162 für die Borussia auf dem Feld steht. Der Rekordnationalspieler läuft von allen Seitenwechslern auch am häufigsten bei Begegnungen zwischen Mönchengladbach und dem FCB auf (23 Mal) und erzielt dabei sieben Treffer. Titel in München: Durch ein 2:2 beim FC Bayern München sichert sich Mönchengladbach am letzten Spieltag der Saison 1976/77 die bis heute letzte Meisterschaft des Clubs. Bei einer Niederlage hätte der FC Schalke 04 den Titel geholt. Es ist die letzte Bundesliga-Partie von Franz Beckenbauer für den FC Bayern. Die Bayern holen ihren Titel 1981 durch ein 4:1 am 33.
Spieltag am Bökelberg und verdanken auch einem 6:0-Schützenfest gegen Borussia am 34. Spieltag 1985/86 eine Meisterschaft. Der Argentinier gewinnt immer: Elf Mal tritt Martin Demichelis mit dem FC Bayern gegen die Borussia an – und nie geht der Argentinier als Verlierer vom Feld (fünf Siege, sechs Remis). Kein anderer Spieler tritt in diesem Duell so oft an, ohne mindestens eine Niederlage hinnehmen zu müssen. Auf Seiten der Borussia sind Igor de Camargo und Ulrik le Fevre die Unbesiegbaren. Beide spielen allerdings auch nur vier Mal gegen den FCB (jeweils zwei Siege und zwei Remis). Camargo vermasselt mit einem Kopfballtor am 7. August 2011 (0:1) in München Manuel Neuers Einstand beim FC Bayern.
14 Treffer: 14 Treffer erzielt Gerd Müller gegen Mönchengladbach. Der Bomber ist damit der erfolgreichste Torschütze in diesem Duell. Karl-Heinz Rummenigge folgt mit elf Torerfolgen auf Rang zwei. Dritter ist Jupp Heynckes, der neun Mal für die Fohlen gegen die Münchner ins Schwarze trifft und damit bis heute der mit Abstand gefährlichste Gladbacher in Duellen gegen den Rekordmeister ist. Das Judas-Spiel: Eines der ganz großen Duelle der beiden Teams findet nicht in der Bundesliga und auf neutralem Platz statt: Am 31. Mai 1984 stehen sich die Fohlen und der FC Bayern im Finale des DFB-Pokals im Frankfurter Waldstadion gegenüber.
Nach 120 Minuten steht es nach Toren von Frank Mill und Wolfgang Dremmler 1:1 - Elfmeterschießen. Lothar Matthäus hat seinen Wechsel nach München zum Saisonende schon verkündet und tritt als zweiter Schütze für die Fohlenelf an. Er setzt den Ball über das Tor und Bayern holt den Pott. Aber erst nachdem auch Norbert Ringels verschießt, was Matthäus-Hater gern vergessen, und Michael Rummenigge den letzten Ball verwandelt. Der X-Faktor: Immer wieder erweist sich der Heimvorteil als „X-Faktor“, der den Unterschied ausmacht. Die erwähnte Borussen-Bilanz am Niederrhein (21 Siege, 18 Remis, 13 Niederlagen) ist noch gar nichts gegen die in München, wo es selten etwas zu holen gibt.
Da dominieren die Bayern (36 Siege, elf Remis, vier Niederlagen), gerade in Hochzeiten des Duells in krasser Weise. Den ersten Borussen-Sieg in München gibt es erst 1995 (2:1) mit Kapitän Stefan Effenberg - nach 30 Jahren Bundesliga! Nur 22,8 Jahre alt: Am 5. Spieltag der Saison 1966/67 schickt der damalige Bayern-Trainer Zlatko „Tschik“ Cajkovski gegen Borussia Mönchengladbach elf Spieler ins Rennen, die im Schnitt gerade einmal 22,8 Jahre alt sind. Bis heute ist es die jüngste Startelf in diesem Duell. Unter anderem der 20-jährige Gerd Müller (erzielt einen Doppelpack) und der 21-jährige Franz Beckenbauer helfen beim 4:3-Sieg mit.
Übrigens: Auch die Borussia läuft an diesem Tag mit ihrer jüngsten Startformation gegen die Bayern auf. Dort stehen unter anderem der 19-jährige Berti Vogts, der 21-jährige Jupp Heynckes und der 22-jährige Günter Netzer auf dem Feld und sorgen für einen Altersschnitt von 23,2 Jahren. Der jüngste jemals eingesetzte Spieler in diesem Duell ist Marko Marin, der mit 18 Jahren und 53 Tagen erstmals gegen den FC Bayern aufläuft. 7:1 für den FC Bayern: Am 24. März 1979 läuft einfach alles beim FC Bayern München. Die von Pal Csernai trainierte Mannschaft führt die Borussia im eigenen Stadion vor und gewinnt mit 7:1. Bis heute ist es der höchste Sieg in diesem Duell.
Karl-Heinz Rummenigge ist mit drei Treffern der Mann des Spiels.
FC Köln Spektakuläre und torreiche Ergebnisse hat es zwischen den rheinischen Rivalen oft gegeben, auch hohe Siege. Oberliga-Zeiten: So gewinnt der 1. FC Köln in der Oberliga 1952/53 beide Duelle gegen Borussia mit 6:0. Später in der Bundesliga sorgen eher die Gladbacher für die klaren Erfolge, vor allem im Müngersdorfer Stadion in Köln. Dort erzielt Borussia aber auch das höchste Unentschieden ihrer Bundesliga-Geschichte. Oktober 1979 ist zudem bemerkenswert, weil es bislang die einzige Bundesliga-Partie ist, in der Gladbach nach einem Drei-Tore-Rückstand punktet: Aus einem 0:3 wird binnen 13 Minuten ein 4:3, doch Kölns Dieter Müller gleicht aus.
Das Tor des Günter Netzer: Es ist das berühmteste Derby-Tor: Günter Netzer wechselt sich zur Verlängerung selbst ein und erzielt den 2:1-Siegtreffer im DFB-Pokalfinale 1973. Es ist zugleich das erste Derby-Tor, das die Zuschauer der ARD-Sportschau zum Tor des Monats wählen. Ihm folgen noch drei Treffer, deren Schützen eine Medaille erhalten. Borussias Harald Nickel trifft im April 1981 mit einem Volleyschuss, Thomas Häßler für Köln im Oktober 1987 mit einem Freistoß und Lukas Podolski im Januar 2004 mit einem Schlenzer aus der Distanz. Helmut Laaser ist der Erste: Helmut Laaser ist am 10. September 1950 der Erste. Borussias Stürmer schießt bei der Derby-Premiere, dem Oberliga-Spiel beim 1.
FC Köln, den ersten Derby-Treffer. Sein 1:0 in der 24. Minute bewahrt Borussia nicht vor einer klaren Niederlage, Köln gewinnt zu Hause mit 6:2. Zweieinhalb Jahre später trägt sich ein weiterer Borusse in das Derby-Geschichtsbuch ein: Spielertrainer Fritz Pliska wird beim 0:6 in Köln am 22. Februar 1953 als erster Spieler im rheinischen Duell vom Platz gestellt. Und noch eine Negativ-Premiere bleibt einem Borussen bei einem Auswärtsspiel vorbehalten: Am 10. Oktober 1987 unterläuft Thomas Herbst beim 1:4 das erste Derby-Eigentor. Franz Wichelhaus: Es gibt einige Kicker, die sich das Unerlaubte trauen und direkt zum rheinischen Rivalen wechseln. Den Anfang macht Dr.
Franz Wichelhaus, der 1952 von Köln nach Gladbach wechselt. Denselben Weg schlagen zu Oberliga-Zeiten noch vier weitere FC-Spieler ein. Der erste Gladbacher, der sich Köln zu Bundesligazeiten direkt anschließt, ist Uwe Rahn 1988, der bislang letzte Thomas Broich im Jahr 2006. Acht Siege in Folge: Borussia hat die ersten sieben Duelle gegen Köln in der Oberliga verloren. Doch kaum sind die Fohlen in die Bundesliga aufgestiegen, revanchieren sie sich zwischen 1966 und 1970 mit acht Siegen gegen den FC in Folge. Eine längere Erfolgsserie hat Borussia gegen keinen Klub im Oberhaus aufzuweisen. Damals bleibt die Borussia in neun Derbys am Stück ungeschlagen, ein 1:1 schließt die Serie ab.
14 Tore: 14 Tore und damit die meisten in diesem Derby schießt ein Weltmeister: Hans Schäfer, Mitglied der WM- Elf von 1954 ist der Rekordtorschütze im rheinischen Derby. Der Kölner Kapitän erzielt seine Treffer allesamt in der Oberliga. Ihm folgt mit Christian Müller (zwölf Tore) ein weiterer FC-Spieler jener Zeit, ehe Borussias beste Derby-Schützen in der Torjägerliste auftauchen: Jupp Heynckes (elf), Günter Netzer und Uwe Rahn (je zehn). Hennes Weisweiler: Hennes Weisweiler ist an 41 Derbys als Trainer beteiligt. Für Köln, wo er in seiner ersten von drei Amtszeiten (1949 bis 1952) noch als Spielertrainer fungiert, kommt er auf sechs Siege und vier Niederlagen in 14 Spielen.
Die Borussia betreut er 27-mal, gewinnt dabei 16 und verliert nur sechs Partien.
Mönchengladbach wechselt in seiner Geschichte häufig den Namen bzw. die Schreibweise (u.a. Gladebach, Monichgladebacg, Munneke Glebbek) . Details listet die NRZ im Zeitungsartikel „Als München in Gladbach lag“ unter https://www.nrz.de/region/niederrhein/als-muenchen-in-gladbach-lag-id9965714.html im Jahr 2014 auf. ↩
Häufige Fragen
Was bedeutet der Name 'Borussia' bei Mönchengladbach?
Borussia ist der lateinische Begriff für Preußen. Der Name geht auf die preußische Tradition der Region zurück, nicht auf den Ort Mönchengladbach selbst.
Was war der höchste Bundesliga-Sieg von Gladbach?
Der höchste Bundesliga-Sieg gelang den Gladbachern mit 12:0 am 34. Spieltag der Saison 1977/78. Es war ein nutzloser Sieg, da er an der Meisterschaftsentscheidung nichts mehr änderte.
Was war das Bökelbergstadion?
Das Bökelbergstadion war Gladbachs legendäre Heimstätte bis 2004. Die einzigartige Hanglage machte es zu einem der atmosphärischsten Stadien der Bundesliga. Es wurde abgerissen und durch Wohnbebauung ersetzt.
Was war der hoechste Bundesligasieg von Borussia Moenchengladbach?
Der hoechste Bundesligasieg gelang den Gladbachern am 29. April 1978: ein 12:0 gegen Borussia Dortmund am letzten Spieltag der Saison 1977/78.
Was bedeutet der Name Borussia?
Borussia ist der lateinische Name fuer Preussen. Der Vereinsname geht auf die Borussia-Brauerei zurueck, in deren Gaststaette der Verein 1900 gegruendet wurde.