Akte Borussia Mönchengladbach
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Bundesliga-Ära

Der Pfostenbruch von 1971 und die Frage Lizenzspieler oder Bauarbeiter

Beim 1:1 gegen Werder Bremen reißt Herbert Laumen das Tornetz ein, der Pfosten bricht – das DFB-Gericht wertet 2:0 für Bremen.

Was auch gerne vergessen wird. Gladbach wird in der Saison 1970/71, obwohl man zwei Punkte am „grünen Tisch“ verliert. Und weder das Team, noch der Trainer oder die Fans sind schuld, sondern die örtliche Verwaltung.\n\nDenn im Heimspiel gegen Werder Bremen stürzt Herbert Laumen beim Stand von 1:1 bei einem Luftkampf mit dem Bremer Torwart Bernard ins Tornetz, der Pfosten des Tores bricht.

Wegen „schuldhaften Herbeiführens eines Spielabbruchs", so das DFB-Gericht, wird das Spiel mit 2:0 für Bremen gewertet. Die Gladbacher Mannschaft ist fassungslos und schreibt einen öffentlichen Brief mit der berechtigten Frage: „Sind wir eigentlich Lizenzspieler oder Bauarbeiter?\n\nWo steht denn geschrieben, dass wir Spieler verpflichtet sind, den Platzaufbau vorzunehmen, für den städtische Angestellte verantwortlich sind? Was haben wir Spieler denn für eine Schuld daran, wenn irgendwo im städtischen Sportgelände ein Stück Holz kaputtgeht und nicht mehr zu reparieren ist?" Apropos: Der „Verursacher“ des Pfostenbruchs, Herbert Laumen, wechselt nach der Saison nach Bremen, „Pfostenbruch“ wird sein zweiter Vorname.

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