Verletzter Stolz und geißböckische „Bockigkeit“ führten zu verhärteten Fronten, die sich aus Sturheit nicht mehr erweichen ließen. Niemals hätte ich gedacht, dass die rheinischen Derbys heute einem Hochsicherheitsakt gleichen würden. Niemals hätte ich gedacht, dass wir einmal Wasserwerfer und Reiterstaffeln brauchen werden, um die verfeindeten Lager zu trennen.\n\nIch selbst kehrte 1976 als Trainer zurück zum FC und sah die Rivalität schon damals mit gemischten Gefühlen.
Der Konflikt fand noch nie zwischen Köln und Gladbach, sondern zwischen mir und Franz Kremer statt. Dieses Mal ließ mich der FC machen. Ich setzte mich gegen Wolfgang Overath durch, machte Heinz Flohe zum Chef und gewann in der ersten Saison den DFB-Pokal.
Eine Saison später schafften wir das Double aus DFB-Pokal und Meisterschaft. Vor Borussia Mönchengladbach mit meinem Intimfeind Udo Lattek als Trainer.