Stefan Effenberg ist bis Dezember 2019 der einzige Spieler der Bundesliga-Geschichte, der gleich zwei Mal von Mönchengladbach nach München gewechselt ist. Der „Tiger“ beginnt seine Bundesliga-Karriere 1987 am Niederrhein und wechselt 1990 nach allerlei Eskapaden an die Isar (bis 1992). So schießt er einmal mit einem Luftgewehr im Hotelzimmer die Deckenbeleuchtung kaputt, ein anderes Mal setzt er den Geländewagen von Trainer Heynckes in eine Kiesgrube.\n\nIn München halten sie es auch nur zwei Jahre mit dem polarisierenden Leader aus.
Nach einem eher unerfreulichen Gastspiel in Florenz, wo er gar in die 2. Liga absteigt, schließt sich Effenberg 1994 erneut den Gladbachern an, bevor es ihn 1998 wieder zu den Bayern zieht. Mit dem FC Bayern (160 Bundesliga-Spiele) wird der Nationalspieler drei Mal Deutscher Meister (1999, 2000, 2001), DFB-Pokal- (2000) und Champions-League-Sieger (2001).\n\nEinen Titel gewinnt er auch mit den Fohlen (191 Bundesliga-Spiele) – den DFB-Pokal im Jahr 1995. Bei seinem zweiten Abschied aus Mönchengladbach (1998) bringt „Effe“ den klammen Borussen die damalige Klub-Rekordsumme von 4,25 Millionen Euro. Seinen Spitznamen verdient er sich noch in Gladbach, als er sich 1994 nach einer verlorenen Wette einen Tigerkopf in die Nackenhaare sprayen lässt.